hier ein Auszug aus dem Artikel “Das Europa der Bürger”.
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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20341/1.html
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Das “Europa der Bürger” hat sich wieder in Büssel getroffen: Verbarrikadiert hinter Spanischen Reitern, Nato-Draht und Wasserwerfern. Und wieder einmal hat sich dieses so gern zitierte “Europa der Bürger” als ein Europa der Eliten erwiesen, völlig unfähig, auch nur ansatzweise auf die kritischen Stimmen der Nein-Sager einzugehen, die ein soziales und demokratisches Europa fordern. Statt dessen haben sie nun, nach den deutlichen Voten zur EU-Verfassung in Frankreich und den Niederlanden, eine “Periode des Nachdenkens” eingeleitet. Ist mit dieser politischen Prosa etwa gemeint, es hätte vor den Referenden kein “Nachdenken” gegeben? Sind die Eliten kopflos ins Desaster gestürzt? Aber nein, sie meinen nicht sich selbst. An der Verfassung, daran haben die Regierungschefs in Büssel keinen Zweifel gelassen, soll nichts geändert werden. Gemeint sind die Wähler in Frankreich und den Niederlanden, die dieser Verfassung eine klare Absage erteilt haben, und diejenigen aus anderen europäischen Ländern, die deren Haltung teilen. Sie sollen nachdenken. Oder auch: Über sie soll nachgedacht werden. Was man durchaus auch als Drohung verstehen darf.
[...]
Der Luxemburgische Mr. Europa, Jean Claude Junker, hat gestern in väterlicher Manier Franzosen und Niederländern erklärt, was sie falsch gemacht haben:
Ich bin wirklich davon überzeugt, dass weder Franzosen noch Niederländer die Verfassung abgelehnt haben. Leider haben die Wähler nicht realisiert, dass der Verfassungsvertrag ganz besonders ihren Bedenken entgegen kam, deshalb brauchen wir die Periode des Nachdenkens, um es unseren Bürgern zu erklären.
(Jean Claude Junker)
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thx 2 Sascha