und das was wahr ist fuer immer da ist

Freitagabend, die Popkomm ist in der Stadt. In vielen Clubs spielen in dieser Nacht junge und unbekannte Bands. Eine weniger unbekannte Band spielt ebenfalls dort: Klee geben ein Radiokonzert für EinsLive in der Nordrheinwestfälischen Landesvertretung. Zugegebenermaszen nicht gerade die bekannteste Location, wenn es um gemütliche Popkonzerte in Berlin geht. Aber nicht nur deshalb war dieses Konzert ganz anders als andere Konzerte. Eintritt erhält nur, wer auf der Gästeliste steht und eine ausgiebige Leibesvisitation über sich ergehen lässt. Kommt man trotzdem r(h)ein, erhält jeder Gast 4 Wertmarken (“WDR Sommerfest”), die sich an einer kleinen Bar im Lichthof des Gebäudes gegen Bier, Kola und Wasser eintauschen lassen. Es gibt natürlich Kölner Bier. Im Keller befindet sich eine kostenlose Garderobe sowie Toiletten, die in dieser R(h)einheit nur selten auf Populärmusikkonzerten zu finden sind. Der Konzertsaal befindet sich im Erdgeschoss und würde 350 Leute fassen. Eng wird es jedoch nicht – so viele sind gar nicht da. Als Vorband treten AstraKid auf, die eigentlich “The AstraKid” heiszen müssten. Sie sind gut und das Publikum honoriert das. Pünktlich, nach den 22Uhr-Nachrichten auf EinsLive, stehen Klee zum letzten Konzert dieses Jahres auf der Bühne. Es ist wie jedes Klee-Konzert: entzückend, verzaubernd, schrill, komisch und schwelgend schön. Eine gutgelaunte Band spielt die besten Songs der beiden Klee-Alben und zum Schluss noch einige Lieder von Ralley, der Vorgängerband von Klee, die sich nach einem schweren Verkehrsunfall im Tourbus und darauf folgender Pause umbenannte.

Nach Ende des Konzertes düse ich zum Postbahnhof, wo an diesem Abend The (int.) Noise Conspirancy den Abschluss des Sallys Sounds – Festivals begehen. Das Postbahnhof ist überfüllt und so komme ich trotz PopKomm-vip-Ticket (thx 2 tunespoon) nur verspätet und gegen 5 € Eintritt rein. Die Noise Conspirancy ist energetisch und laut. Später gibt’s noch Disko. Ich schaue Thees Uhlmann beim ausgelassen Tanzen zu, fahre später mit dem Rad nach Hause und erwache am nächsten Morgen mit einem Tinituspfeifen im linken Ohr.

Dieser Beitrag wurde unter Allex&Nichts veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>