to find someone you love – you’ve gotta be someone you love

Gestern zum Zeitvertreib im Saturn am Alexanderplatz gewesen. Vermutlich ist Samstag am fühen Vormittag der einzige Zeitpunkt, an dem es dort erträglich leer ist. Jedes Mal, wenn ich die Menschenmassen in diesem Laden sehe, habe ich erhebliche Zweifel an der oft beschworenen Nachfragezuückhaltung in Deutschland.
In der Musikabteilung gibt es dann diese Computer, an denen man den Strichcode einer beliebigen CD einlesen kann um diese wenig später anhören zu können und zusätzliche Infos auch dem Touchscreen zu erhalten. Als Wirtschaftsinformatiker frage ich mich dann immer, wie das wohl umgesetzt wurde. Hat jede Saturnfiliale eine fette Datenbank in der Besenkammer oder haben die einfach ziemlich dicke Leitungen zu einem Rechenzentrum? Davon abgesehen bieten diese Computer die Möglichkeit den eigenen Musikgeschmack analysieren zu lassen um dann Musikempfehlungen zu geben. Mal auszen vorgelassen, dass ich glaube, dass mein Musikgeschmack schlecht schematisiert werden kann probierte ich diese Funktion aus. Das Ergebnis war, dass die Kiste spätenstens nach der Bewertung des dritten Musiktitels abstürtzte. Ich vermute, dass das Gerät mit meinem Musikgeschmack nicht klarkommt. Schlieszlich höre ich beide Arten von Musik: Country und Western.
Ohne Musiktipps aus dem Computer verliesz ich den Kosumtempel wenig später mit der neuen Nada Surf – Platte “The Weight Is A Gift” die es im immernoch zu teurem Angebot für 11.99 gab. Eine sehr schöne Scheibe, wirklich. Das ich mal amerikanische Gitarrenbands mögen würde…
The times they are a-changin’

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3 Antworten auf to find someone you love – you’ve gotta be someone you love

  1. jack sagt:

    es gab und gibt nie eine Nachfragebremse. die Leute kaufen und horten ohne wiederzuverkaufen, sondern schmeiszen es eher weg. besonders Luxusartikel versteht sich. vater staat versteht einfach nicht, dass tarifverträge scheisze sind und gewerkschaften die ursache allen übels. deswegen wird einfach weniger konsumiert und es wird so bleiben. weg mit subventionen! – und offenlegung aller preiskalkulationen wie aufsichtsratgehälter!

  2. toco1 sagt:

    “vater staat versteht einfach nicht, dass tarifverträge scheisze sind und gewerkschaften die ursache allen übels.”
    Das verstehe ich im Übrigen auch nicht. Vor allem was das mit den anderen Sätzen Deiner Argumentation zu tun hat.
    Keiner Deiner Sätze baut auf dem anderen auf. Weiszt Du wirklich, was Du da schreibst?

  3. pitsche sagt:

    Ach, ein alter Hut, dass die Gewerkschaften an allem (oder zumindestens an vielem) schuld sein sollen und dass die Gewerkschaften ageblich die Bremse sein sollen.

    Und nicht nur ein alter Vorwurf oder ein altes Vorurteil, sondern auch noch falsch. Die Gewerkschften und die Tarifverträge sind nicht schuld an der Wirtschaftslage und sie behindern auch nicht die Verbesserung der Situation.

    Leider sitze ich gerade nicht an meinem Computer und mir fehlen deshalb die entsprechenden PDF-Dateien und Bookmarks, um daraus zu zitieren.

    Aber wem der liebe Herrgott Verstand und einen Internetzugang gegeben hat, der wird die entsprechenden Quellen sicherlich selbst finden.

    Mich nervt es jedenfalls, dass immer diejenigen bezichtigt werden, die gerade noch verhindern konnten, dass es noch schlimmer wurde.

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