Monthly Archive for März, 2006
Während Ketten-E-Mails mit angeblichen Hilferufen von kleinen Kindern in Notlagen dank der Berichterstattung zu diesem Thema mittlerweile sehr sehr selten geworden sind, funktioniert diese Masche unter dem Umstand, dass man selbst dafür Geld erhalten würde, immer noch:
Ich habe heut mittlerweile mehrfach eine Kettenmail erhalten, in der Microsoft angeblich über 240 Euro für jede Weiterleitung der e-Mail zahlt. Es solle sich dabei um eine Werbekampagne der Redmonder handeln. Günde dafür seien eine Fusion von Intel und AOL, welche M$ in grosze Bedrängnis bringe.
Weiter unten in der Mail werden Personen aufgezählt, die bereits Schecks von M$ erhalten haben sollen. Diese Summen tragen alle Nachkommastellen, während die Beträge, die für die Weiterleitung ausgelobt werden, nur ganze Euro-Beträge enthalten. Wem dass nicht reicht noch ein paar weitere Argumente:
- Warum würde eine Fusion von AOL und Intel M$ in Bedrängnis bringen?
- Warum sollte M$ Euro und nicht Dollar ausschreiben?
- Warum sollte M$ diese Mail ausgerechnet in deutscher Sprache verfassen?
- Was sollte das für einen Werbeeffekt haben?
Bitte bitte bitte, Gehirn einschalten beim Lesen und Weiterleiten.
Es ist Ausdruck dieser grenzenlosen Geldgeilheit, die selbst Personen, die man für geistig gut bemittelt hält dazu bringt, das Gehirn auszuschalten und mit Dollarzeichen vor den Augen blindlings den Weiterleitungskopf zu dücken.
Kurz: Wegen euch Arschlöchern funktioniert Kapitalismus.
“Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit.”
Achja, ich vergasz..
Das Nachbar-Weblog SpeexX stellt eindruckvoll unter Beweis, was Wissenschaftler schon lange vermuteten: Weblogs verbessern die zwischenmenschliche Kommunikation.
)
Es gibt nicht viele Sender, die sich trauen, am Nachmittag gegen 16:00 Uhr Paranoid Adroid von Radiohead in voller Länge zu spielen. Danke, Radio1.
Wenn ich mal beühmt sein sollte und mich tatsächlich jemand nach dem für mich gröszten Musikstück aller Zeiten fragen sollte.. (Ihr merkt – da ist nicht nur ein Konjunktiv drin) ich würde wohl obiges nennen.
Ein neuer Ohrwurmsong überfiel mich an diesem Wochenende. Seichter Gitarrenpop mit zarter freundlicher Frauenstimme. Locas in Love heiszt die Combo, von der ich vorher noch nie etwas gehört habe. Wartezimmer das Lied.
Und das gibt’s auf der Homepage sogar zum kostenfreien download.
YouTube-Videos verlinken is ja grad voll im Trend. Und was macht toco1.de? Verlinkt ebenfalls lustig anmutende YouTube-Videos.. :
|via|
Die Bundesnetzagentur hat nun den Betrieb von kleinen FM-Transmittern, also Mini-Radiosendern, in Deutschland zugelassen. Damit kann jede Audioquelle, die an den Transmitter angeschlossen wird (z.B. iPod, Discman, PC), über eine bestimmte Frequenz mit jedem Radio der näheren Umgebung empfangen werden. Sehr praktisch fürs Auto oder Parties, wo mit einem Sender und vielen Radios einfach alle Räume der Wohnung mit der gleichen Musik beschallt werden können.
Die maximale Sendeleistung ist auf 50nW beschränkt – keine Ahnung ob das viel oder wenig ist.
Aber gut zu wissen, dass ich meinen Transmitter jetzt endlich auch legal einsetzen darf..
Ich bin zuück! Zuück aus dem wunderschönen Norwegen. Einem Land, dass unkonventionelle und ebenso interessante Sichtweisen auf einige der in Deutschland diskutierten Themen hat. So zum Beispiel der Datenschutz – in Norwegen in der Form, wie wir ihn kennen, quasi nicht vorhanden:
Du willst wissen, wie viel Dein Kollege, Chef oder Nachbar verdient? Alles kein Problem, an 3 Wochen im Jahr kann das Gehalt aller Norweger von allen Norwegern eingesehen werden. Bis vor einigen Jahren war das sogar jederzeit möglich.
Isn’t it good, norwegian wood
Aber auch in anderen Bereichen sind die Norweger weniger zimperlich mit dem Datenschutz: Brauchst Du beispielsweise ein ganz bestimmtes Ersatzteil für Dein Auto, musst Du dem Werkstattmechaniker weder Autotyp noch Baujahr nennen. Einzigallein das Kennzeichen ist ausreichend um dem Mechaniker alle notwendigen Daten zur Verfügung zu stellen.
In Deutschland undenkbar. Und das, obwohl die Norweger meiner Ansicht nach kein bisschen weniger bürokratisch sind, als die Deutschen. In Ihrer Lust die Menschen zu reglementieren überbieten sie Deutschland in manchen Bereichen um Längen (Alkohol etc.).
Ob das alles so positiv ist, fällt mir schwer einzuschätzen – gehöre ich doch tendenziell ehr zu den Personen, die den Schutz der Privatsphäre für ein sehr hohes Gut halten…
Vielleicht ist das ja aber auch alles nicht so vergleichbar. Immerhin leben in Norwegen ohnehin lediglich 4,5 Mio. Menschen. Was braucht man da Datenschutz – wo ohnehin jeder jeden kennt?!


Stopp-Seite schließen und weiter - Close and continue

