isn’t it good, norwegian wood

Ich bin zuück! Zuück aus dem wunderschönen Norwegen. Einem Land, dass unkonventionelle und ebenso interessante Sichtweisen auf einige der in Deutschland diskutierten Themen hat. So zum Beispiel der Datenschutz – in Norwegen in der Form, wie wir ihn kennen, quasi nicht vorhanden:

Du willst wissen, wie viel Dein Kollege, Chef oder Nachbar verdient? Alles kein Problem, an 3 Wochen im Jahr kann das Gehalt aller Norweger von allen Norwegern eingesehen werden. Bis vor einigen Jahren war das sogar jederzeit möglich.
Isn’t it good, norwegian wood

Aber auch in anderen Bereichen sind die Norweger weniger zimperlich mit dem Datenschutz: Brauchst Du beispielsweise ein ganz bestimmtes Ersatzteil für Dein Auto, musst Du dem Werkstattmechaniker weder Autotyp noch Baujahr nennen. Einzigallein das Kennzeichen ist ausreichend um dem Mechaniker alle notwendigen Daten zur Verfügung zu stellen.

In Deutschland undenkbar. Und das, obwohl die Norweger meiner Ansicht nach kein bisschen weniger bürokratisch sind, als die Deutschen. In Ihrer Lust die Menschen zu reglementieren überbieten sie Deutschland in manchen Bereichen um Längen (Alkohol etc.).

Ob das alles so positiv ist, fällt mir schwer einzuschätzen – gehöre ich doch tendenziell ehr zu den Personen, die den Schutz der Privatsphäre für ein sehr hohes Gut halten…
Vielleicht ist das ja aber auch alles nicht so vergleichbar. Immerhin leben in Norwegen ohnehin lediglich 4,5 Mio. Menschen. Was braucht man da Datenschutz – wo ohnehin jeder jeden kennt?!

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