Monthly Archive for Juli, 2007

war, what it is good for

“Die Nato ändert ihre Taktik: Angesichts der steigenden Zahl ziviler Opfer in Afghanistan wird die Allianz künftig kleinere Bomben einsetzen. Und: Angriffe auf Taliban-Stellungen werden verschoben, wenn Zivilisten gefährdet sind.”

was zu tun, wohin sich wenden (3)

So sehr er versuchte, einen Zusammenhang zwischen diesen Erinnerungsfetzen und seiner jetzigen Situation herzustellen. Es gelang ihm nicht zu verstehen, was mit ihm passiert war oder wo er sich jetzt befand. Alles was er wahrnahm, war ein leichtes brummen. Er bemerkte es erst jetzt und wusste nicht genau, ob dieses Geräusch schon die ganze Zeit da gewesen war. Unsicher, ob das Brummen ‚von auszen’ kam oder in seinem dröhnenden Kopf entstand, probierte er mehrfach seine gesamte Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Jeder Versuch war mit einer groszen Anstrengung verbunden. Immer wieder gab er erschöpft auf. Es war ein komisches Gefühl. Im Grunde fühlte er nichts und trotzdem war er so erschöpft, dass an keine weitere Anstrengung zu denken war. Was sollte er tun? Wie sollte er sich ausruhen, wenn er über so wenig Kontrolle über sich selbst verfügte? Er konnte nicht Abschalten. Genauso wenig, wie er auch nur irgendwas anderes hätte tun können. Er war gefangen in Nichts und verurteilt zum Nichtstun
Wie lange er schon in diesem Zustand verharrte war ihm unklar. Vielleicht waren es nur wenige Minuten, vielleicht waren es auch Tage. Daüber sinnvolle Gedanken anzustellen gelang ihm nicht. Und immer wieder dieses Brummen. Es musste lauter geworden sein. Er hörte es immer deutlicher, auch wenn es ihm immer noch schwer fiel es irgendetwas zuzuordnen. Es klang wie weit entfernt. Aber wo sollte das sein, in dieser schwarzen Leere um ihn herum? Gab es dort überhaupt so etwas wie Weite? Erschöpft wollte er aufgeben, weiter daüber nachzudenken. Doch auch das gelang ihm nicht.

(4)
(2)

something warm flowing through my eyes (2)

Als er aufwachte war es um ihn herum schwarz. Es war kein normales Schwarz. Es war dunkler. Es war dort nichts auszer dieses tiefe dunkle schwarz, welches jede mögliche Kontur unsichtbar machte. Er versuchte sich zu regen doch das gelang ihm nicht. Er spürte nichts. Nicht seine Arme, nicht seine Beine. Selbst die Wimpern seiner Augen könnte er nicht schlieszen. Er spürte nichts davon. Er hatte lediglich die Kontrolle über sein Denken. Doch selbst das fiel ihm schwer. Es fühlte sich an, wie ein Kater nach einer viel zu langen Nacht. Der Schädel brummte und er fühlte sich leer an. Da war nicht viel in seinem Kopf, woüber er nachdenken konnte. Es waren nur kleine Fetzen, die sein Gedächtnis freigaben. Er erinnerte sich daran, dass er Hendrik hiesz und an eine regnerische Novembernacht. Er sah vor seinem inneren Auge eine Landstrasze auf der er mit dem Auto seines Vaters entlang fuhr. Und dann waren da nur noch Bruchstücke von Erinnerungen an den Hall von quietschenden Reifen und dem Geräusch berstender Glasscheiben. Das letzte was seine Erinnerungen noch preisgaben, war ein schmerzverzerrter Schrei. Danach nichts. Nur noch Dunkelheit.

(3)
(4)




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: