Monthly Archive for August, 2007

train in vain

Am Hauptbahnhof in Hannover gibt’s Internet über WLAN. Aber nur gegen Bezahlung. Eigentlich. Allerdings sind ein paar Ports offensichtlich frei. Über die geht’s dann via VPN doch mit dem Internet für Lau.

Danke liebe Deutsche Bahn & viele Güsze aus dem Zug.

summer wine on wheels

Die ganze Zeit immer abwechselnd “summer wine” von Nancy Senatra (bzw. Ville Valo und Natalia Avelon) und “dog on wheels” von Belle & Sebastian hörend, um dann nicht sicher zu sein, ob die Harmonien der beiden Lieder nicht doch die gleichen sind, um sich danach zu fragen, ob das tatsächlich geklaut sein könnte..

another day, just believe (4)

Während Hendrik am Anfang panikartig und ängstlich versuchte, sich seiner Situation klar zu werden, wurde er mit der Zeit ruhiger. Zwar hatte er noch immer nicht den Hauch einer Ahnung, was mit ihm passiert war und wo er sich befand aber langsam entspannte er sich etwas. Das war ein vollkommen absurdes Entspannen, denn eigentlich fühlte er nichts. Gar nichts. Das einzige was er wahrnahm, war dieses Brummen. Er hatte das Gefühl, dass es schon wieder lauter geworden sein musste. Und plötzlich, als er sich wieder auf dieses Geräusch zu konzentrieren versuchte, war dort noch ein anderes Geräusch. Ganz leise konnte es neben dem Brummen wahrnehmen. Es war anders als dieses gleichmäszige monotone Brummgeräusch um ihn herum. Obwohl es nur ganz leise war, konnte er es orten. Es musste irgendwo direkt vor ihm entstehen. Es war so eine Art Zischen, dass zyklisch zuerst lauter und danach wieder leiser wurde. Und bei jedem Anschwellen des Geräusches, schien es ein bisschen lauter zu werden. Mit der Zeit übertönte es das Brummen fast vollständig. Hendrik nahm dieses schon gar nicht mehr wahr. Nur noch dieses Zischen, welches immer deutlicher wurde und direkt vor ihm entstehen musste. Er erschrak, als er es erkannte. Es war ganz eindeutig das Atemgeräusch eines Menschen. Wessen Atem war das? Sein eigener? Das konnte nicht sein. Er fühlte weder einen Brustkorb, noch hatte er Kontrolle über so etwas wie Atmung. Es konnte also unmöglich von ihm stammen – auch wenn es ihm ein Rätsel war, wie er selbst ohne Atmung, oder zumindest ohne eigene Kontrolle daüber, hier sein konnte. Es schien das Atmen einer schlafenden Person zu sein, die irgendwo direkt vor ihm liegen musste. Es war langsam, ruhig und gleichmäszig. Er war also nicht allein, dachte er. Irgendwo in diesem dunklen Raum musste noch jemand sein. Hätte er gekonnt, hätte er laut “Hallo” gerufen. Aber auch sprechen konnte Hendrik nicht.
Er war nun wieder etwas nervöser geworden und die Gedanken in seinem Kopf spielten verückt. Immer wieder musste er erschöpft jeden Versuch der Konzentration abbrechen.

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