Wenn ich an meine Schulzeit denke, habe ich sehr gemischte Gefühle. Klar, irgendwie war das ne tolle Zeit, die mich, wie wohl jedeN andereN auch, unheimlich geprägt hat.
Aber es gibt da auch weniger gute Erinnerungen. Ich denke an Musiklehrerinnen, die Ihre Noten nach Sympathie und außerschulischen Leistungen vergaben, an Englischlehrerinnen, für die Wissensvermittlung darin bestand, die SchülerInnen stundenlang uralte handgemalte Folien abschreiben zu lassen. Und ich denke an sexistische Politiklehrer, die ihre krankhaften Anwandlungen an SchülerInnen mit Sätzen wie „Deine Antworten sind so flach wie Dein Oberkörper!“ ausließen, um ihre offensichtliche Inkompetenz zu überspielen.
Auch wenn einige dieser Lehrer besser Therapien machen oder in Rente gehen sollten als den verantwortungsvollen Job eines Lehrers auszuüben, erinnere ich mich auch an andere LehrerInnen, die ihre Aufgaben ernst nahmen und offensichtlich Spaß daran hatten, junge Menschen auf ihr weiteres Leben vorzubereiten.
Schade, wenn ich nun höre, dass diese Schule, insbesondere die gymnasiale Oberstufe, nun vor dem Aus steht, da die Schüler wegbleiben. So wurden dieses Schuljahr erstmals keine siebten und elften Klassen mehr eröffnet. Die Ursachen dafür sind vielschichtig. Neben den geburtenschwachen Jahrgängen sind sicher auch profillose Schulleiter und demotivierte LehrerInnen nicht unschuldig an der jetzigen Situation.
An diesem Umstand scheint sich nun allerdings einiges geändert zu haben. Ein neuer Schulleiter und gesteigerte Aktivitäten in der und um die Schule herum zeigen, dass dies zukünftig wieder anders werden soll.
Ich wünsche mir sehr, dass dieses Vorhaben gelingt und habe deshalb mit Netti zusammen diese Seite gebastelt.


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